Fragen an die Bürgermeisterkandidaten

Sie sind noch unentschlossen, wem Sie bei der Bürgermeisterwahl am 19. April Ihre Stimme geben wollen? Sie hätten bei der Kandidatenvorstellung am Freitag, 27. März 2026 noch weitere Fragen gehabt? Sie möchten gerne einfach mehr über die Kandidaten wissen?

Wir haben Fragen gesammelt, zehn davon ausgewählt und an alle Kandidaten verschickt. Wir stellen hier alle Antworten nebeneinander – damit können Sie sich selbst ein Bild machen.

Wer möchte, kann über die Kommentarfunktion auch seine Meinung veröffentlichen. Vielleicht ergibt sich zum ein oder anderen Punkt auch eine virtuelle Diskussionsrunde, das würde uns freuen.

Nutzen Sie auch die Möglichkeit, die Fragen, die Sie wichtig finden über die privaten Social Media Kanäle zu teilen. Vorlagen können witer unten in dieser Email heruntergeladen weden. 

Hinweis: Klicken Sie auf die grüne Flächen für eine detaillierte Beschreibung

Die Kurzfassungen der Antworten (grüner Block) ebenso wir die detaillierte Beschreibung (Ausklapptext) wurden von den Kandidaten bereitgestellt und unverändert hier übernommen.

Kandidatenvorstellung:

Marc Roth „38, Geschäftsführer & Büroleiter im Landtag, Verwaltungs- & Führungserfahrung, überparteilich“

Carsten Göhner
„Carsten Göhner, 54, Bauamtsleiter, verheiratet, 1 Tochter, 2 Stiefsöhne.“

Jens Deichmann
„35 Jahre, Familienvater, Polizist, Gemeinderat – engagiert für die Härten“

Gültekin Ateş „Authentisch, bodenständig, bürgernah, greifbar, vernünftig, steht für Kontinuität“

Eser Turgut
„Transparent kommunizieren, digital gestalten und Wohnraum schaffen.“

Klimawandel und Klimaschutz, kommunale Wärmeplanung

1. Woran können die Bürgerinnen und Bürger am Ende Ihrer ersten Amtszeit erkennen, dass Kusterdingen beim Klimaschutz vorangekommen ist?

Marc Roth „Messbare Emissionsreduktion, mehr erneuerbare Energien, nachhaltige Flächennutzung & Prüfung Komm. Wärmenetz“

Carsten Göhner „Mehr: Dachbegrünungen + Regenerative Energie + Dachflächenphotovoltaik + Schwammgemeinde + Hitzeschutzkonzept + Biotopverbund + Nahwärmenetz“

Jens Deichmann
„Wirksamer Klimaschutz braucht klare Ziele, Fokus und messbare Ergebnisse.“

Gültekin Ateş
„Ausbau der Nutzung von Sonnenenergie, Ausbau Ladesäulen“

Eser Turgut
„Die Gemeinde Kusterdingen geht mit gutem Beispiel voran“

2. Welche Maßnahmen ergeben sich für die Gemeinde (mit allen Teilorten) aus dem kommunalen Wärmeplan? Was spricht nach Ihrer Ansicht für oder gegen die Gründung eines kommunalen Eigenbetriebes für die Wärmeversorgung oder für eine Bürgerenergiegenossenschaft?

Marc Roth „Wärmenetz prüfen, freiwillig, effizient, Förderung nutzen, hohe Anschlussquote nötig“

Carsten Göhner „Effizienzsteigerung + Wärmenetze + Technologieoffene Untersuchung der Gebiete mit hoher Energiebedarfsdichte.“

Jens Deichmann
„Flexible Wärmewende durch Kooperation und Ausbauperspektiven“

Gültekin Ateş
„Der erarbeitete Wärmeplan sollte bei Eignung umgesetzt werden.“

Eser Turgut
„Pragmatische Wärme für jeden Ortsteil“

Innerörtlicher Strukturwandel, Stadt– und Dorfentwicklung

3. Wie werden Sie Leerstände und unbebaute Grundstücke im Stadtgebiet, die im Besitz von Privatpersonen sind, nutzbar machen (Innenentwicklung)? Sind Sie bereit, bei diesen Immobilien das Instrument einer erhöhten Grundsteuer einzusetzen?

Marc Roth „Anreize statt Zwang, Beratung, ggf. Ankauf, Ortskern stärken, keine Grundsteuer C“

Carsten Göhner
„Grundstücksspekulationen müssen unterbunden werden.“

Jens Deichmann „Dialog vor Zwang – Innenentwicklung gemeinsam voranbringen – Einführung Grundsteuer C“

Gültekin Ateş
„Anreize für Tauschgeschäfte schaffen, Attraktivität erhöhen“

Eser Turgut
„Eigentümer bekommen Post vom Bürgermeister“

4. Mit welchen Mitteln schaffen Sie bezahlbaren Wohnraum?

Marc Roth „Leerstände reaktivieren, Investitionen fördern, Anreize statt Zwang & Wirtschaftlichkeit priorisieren“

Carsten Göhner „Preisdämpfung durch die Bauplatzvergaberichtlinie + Angebot von Erbpachtgrundstücken + Bauturbo.“

Jens Deichmann „Neue Wohnkonzepte fördern – kommunalen Wohnungsbau voranbringen“

Gültekin Ateş
„Leerstand in den Dorfzentren beheben, Bauplätze sinnvoll nutzen“

Eser Turgut
„Kleines Angebot – Große Nachfrage“

Bürgerschaftliche Kommunikation und Mitbestimmung

5. Haben Sie Ideen für ein Format direkter Bürgerbeteiligung?

Marc Roth „Bürgersprechstunden, Digitalisierung, frühe Beteiligung durch Bürgerversammlungen & SABE weiterentwickeln“

Carsten Göhner „Einwohnerversammlungen + Bürgersprechstunde + Kummerkasten + Homepage + persönlicher Kontakt + Umfragen“

Jens Deichmann
„Transparenz, Digitale Teilhabe, frühzeitige Einbindung in kommunale Prozesse“

Gültekin Ateş
„Gründung von Genossenschaften, um bestimmte Projekte voranzutreiben“

Eser Turgut
„Persönlich vor Ort und digital“

6. Sofern Sie für die Einführung einer Bürger-App (zum Beispiel „Crossiety“) sind: Mit welchen Argumenten würden Sie den Gemeinderat davon überzeugen, dafür Geld auszugeben?

Marc Roth „Best-Practice anschauen: App kein Selbstzweck, sondern immer ziel- & ergebnisorientiert“

Carsten Göhner „Die Einführung dieser App wurde durch den amtierenden Gemeinderat abgelehnt.“

Jens Deichmann
„Vielfältige Kommunikationskanäle fördern den Zusammenhalt“

Gültekin Ateş
„Halte ich nicht für nötig“

Eser Turgut
„Bürgerbeteiligung zur Förderung der Demokratie“

Verwaltung und Gemeinderat

7. Welche drei Schwerpunkte würden Sie in den ersten 100 Tagen angehen? Jugendkultur und Offene Jugendarbeit

Marc Roth
„Jugendfarm sichern, gemeinsame Angebot entwickeln, Jugendtreffs stärken“

Carsten Göhner „Vereins-/Jugendarbeit + Mitarbeitergespräche + Projektprüfung + Wärmeverbundplanung + Kindergärten“

Jens Deichmann „Verbindliche Lösung – Jugendarbeit stärken und Jugendbeteiligung fördern“

Gültekin Ateş
„Jugendcafe & Jugendtreff, Jugendarbeit in den Vereinen und Institutionen“

Eser Turgut
„Zuhören. Stärken. Umsetzen.“

8. Was wird sich in der Mitte Ihrer Amtszeit verändert haben, so dass junge Menschen mehr ihrer freien Zeit auf den Härten verbringen?

Marc Roth „Vereinsangebot stärken, verlässliche Kooperationen, Treffpunkte & Freizeitangebote sichtbar gestalten“

Carsten Göhner
„Kreative Spielplätze + Aktive Vereine + Jugendtreffs + moderne Angebote“

Jens Deichmann „Begegnungsstätten sowie Sport- und Freizeitanlagen für Jugendliche sind geschaffen“

Gültekin Ateş
„Schaffung von Orten und Plätzen für die Begegnung und Austausch“

Eser Turgut
„Sichtbar, aktiv und erreichbar für alle“

Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit

9. Wo sehen Sie kritische Punkte im Straßen- und Wegenetz im Gemeindegebiet, an denen die Sicherheit von Fußgängern, Kindergarten- und Schulkindern, sowie von Menschen mit Behinderungen gefährdet sind? Wie schaffen Sie Abhilfe?

Marc Roth „Tempo 60 reduzieren, sicherer Radwege, bessere Verbindungen, effizienter Radverkehr“

Carsten Göhner „Straßenquerungen + Endstellen von Radwegen + Linksabbiegerverkehr + parkende Fahrzeuge + hohe Bordsteine“

Jens Deichmann
„Gefahrenstellen erkennen, gezielt verbessern, Sicherheit erhöhen“

Gültekin Ateş
„Straßen müssen übersichtlicher und entschärft werden.“

Eser Turgut
„Keine Kompromisse bei der Verkehrssicherheit“

10. Angenommen, Sie möchten das Radwegenetz auf den Härten attraktiv und sicher ausbauen – mit welcher Maßnahme würden Sie beginnen?

Marc Roth „Schlüsselradwege schaffen Sicherheit, Effizienz, sparen Kosten und entlasten Autostraßen“

Carsten Göhner „Abgestimmte Prioritätenliste + Landratsamt + Interessenvertreter + Gemeinderat + Verwaltung“

Jens Deichmann
„Zusätzliche Verbindungen schaffen und von den Niederlanden lernen“

Gültekin Ateş
„Hohe Mark nutzen, Jettenburg-Kusterdingen verbessern“

Eser Turgut
„Gut vernetzt und sicher unterwegs“

Der Vorstand der Härtenliste bedankt sich bei den Kandidaten zur Bürgermeisterwahl herzlich für die Teilnahme.

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2 thoughts on “Fragen an die Bürgermeisterkandidaten

  1. Zu Frage 10:
    Mich erstaunt, dass keiner der Kandidaten sich für die Einrichtung von Fahrradstraßen auf den Härten ausspricht. Auf Fahrradstraßen haben die Fahrräder Vortritt und durch einen Hinweis KFZ-frei ist die Straße nicht für Auto gesperrt, ist aber durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h wesentlich sicherer. Außerdem ist es eine kostengünstige Maßnahme, die rasch umgesetzt werden kann.
    Auf der Homepage https://klimaschutz-haerten.de/ findet man mit dem Stichwort „Fahrradstraße“ viele wertvolle Informationen.
    So könnten insbesondere die Verbindungen zwischen Wankheim und Kusterdingen (https://klimaschutz-haerten.de/2023/sichere-fahrradverbindung-wankheim-kusterdingen-gemeinderat-stimmt-zu/ ),
    sowie zwischen Jettenburg und Kusterdingen (https://klimaschutz-haerten.de/2025/antrag-fahrradstrasse-kusterdingen-jettenburg-in-projekt-modellkommune-kusterdingen-aufgenommen/ ) zu sicheren Radverbindungen aufgewertet werden.

  2. Ich freue mich, dass die beiden vernünftigen Kandidaten die aktuelle Situation des Fahrradverkehrs erkannt haben und bereits praktikable Lösungen in der Schublade haben. Wie haben wir (nicht nur bei der Fahrradumfahrt) gehört und gelernt?: RÜCKSICHT macht Wege BREITER.
    Dem schließe ich mich an und finde dass ohne weitere Regulatorien und Sperrungen ALLE Verkehrsteilnehmer aufgefordert sind, rücksichtsvoll miteinander zu interagieren.
    Häckselplatz-Pendler und Schüler kommen sich eigentlich nicht in die Quere (!) , pressante Abkürzer nehmen vorwiegend die Hauptstraßen, LANDWIRTE fahren auf IHREN Wegen vorbildlich rücksichtsvoll gegenüber den spazierenden und radfahrenden Gästen und reinigen diese Wege in angemessener Frequenz.
    Natürlich gibt es zu wenig Fernfahr-Radwege und die Fahrrad-erlaubten Fußwege dürfen nicht ohne Querungshilfe anfangen oder enden … (Wankheim-Kreisverkehr), (Wankheim-Mähringen) und die Beschilderung und Beleuchtung des Schulwegs zur Härtenschule ist von Immenhausen her viel besser, als die von Wankheim her ….
    Kleine, sinnvolle und konsequente Eingriffe sind wichtiger als Wunschträume, die weder finanziell noch verkehrsrechtlich erfüllt werden können.
    Ich finde, dass mit wenigen Maßnahmen und Beschilderungen die aktuelle Situation entschärft werden kann, vor Allem wenn bereits beschlossene Projekte überdacht und korrigiert werden.
    Ich freue mich auf eine Stichwahl der beiden bodenständigen Kandidaten, die zu ihren Versprechungen stehen können und wollen. Nun gilt es also, die karrieregeilen und unerfahrenen von den seriösen Kandidaten zu unterscheiden !

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